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Kaltbeize AL nach Johannes Harborth

Historisch war das häufigste Beizmittel Alaun womit es eine lange Tradition in der Pflanzenfärberei hat und auch heute noch überwiegend verwendet wird. Relevant für die beizende Wirkung ist dabei Tonerde. In Alaun ist diese eher gering enthalten und Alaun ist auch in kaltem Wasser unlöslich. Daher braucht es kochendes Wasser sprich Energie und man kann die Beizlösung nur einmal verwenden.

Die Kaltbeize AL enthält doppelt so viel Tonerde wie Alaun, muss nicht erhitzt werden und ist wieder verwendbar. Außerdem können alle Materialien, also auch pflanzliche Fasern, gebeizt werden (Alaun ist nur für tierische Fasern geeignet). Es handelt sich um eine 2 %ige Aluminiumformitat (eine Verbindung von Aluminiumsalz und Ameisensäure) Lösung. Ist die Beize erschöpft, also keine Tonerde mehr enthalten, bleibt nur eine biologisch leicht abbaubare Ameisensäurelösung über. Diese ist in dieser verdünnten Form für Mensch und Umwelt ungefährlich und kann daher normal entsorgt werden. Die Beize ist monatelang haltbar, umweltverträglich, leicht anzuwenden und effektiv.

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Vegetarierwolle

Vor allem im mitteleuropäischen Raum werden Schafe überwiegend zur Fleisch- oder Milchgewinnung gehalten wobei die Wertschätzung der Wolle weitgehend verloren gegangen ist. Auch in der Milchwirtschaft landen die „nicht gebrauchten“ Böcke auf der Schlachtbank.

Wollhandwerk achtet grundsätzlich auf artgerechte naturnahe Haltungsbedingungen. Die „Vegetarierwolle“ geht jedoch einen Schritt weiter. Sie stammt ausschließlich von Schafen die nicht geschlachtet werden – und nicht nur das einzelne Tier: Selbstverständlich hat die gesamte Herde nichts zu befürchten!

Es handelt sich überwiegend um Wolle von Tieren die auf Gnadenhöfen leben oder ausschließlich zur Landschaftspflege gehalten werden, aber auch um Schafe deren sich Tierfreunde liebevoll angenommen haben.

Im Webshop finden Sie dafür eine eigene Rubrik „Vegetarierwolle“.

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Wollgarne hand versponnen

Sämtliche Garne wurden natürlich mit Wolle von Schafen aus biologischer Landwirtschaft hergestellt und pflanzengefärbt. Es muß nicht immer mit chemischen Mitteln gefärbt werden, auch die Natur bietet wider erwarten eine große Farbpalette an durchaus kräftigen Farbtönen wie das Rot des Krapps oder das Blau aus Indigo. Als Beize kommt die Kaltbeize AL zum Einsatz.

Die hand-versponnenen Garne werden nur in kleinen Mengen hergestellt und zum Teil auch nicht nachproduziert. Damit sind sie garantiert Unikate! Das Angebot wechselt ständig, stöbern Sie einfach im Webshop um die aktuellen Garne zu entdecken! Vom klassischen 2-fädig verzwirntem Garn über rustikalem Docht- und wirkungsvollen Effektgarnen ist für alle Geschmäcker was zu finden. Die Stränge sind durch die Handarbeit unterschiedlicher Größe, daher werden die Preise nach Gewicht berechnet und ausgewiesen.

Mehr über die Wolllieferanten erfahren Sie hier.

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Brillenschafwolle

Durch die besonders lange Stapellänge der Brillenschafe (bis zu 15 cm!) erhält dieses Garn seine Qualität. Es ist besonders ausgewogen, stabil und fasert nicht aus. Die Wolle der Brillenschafe von Mittermühl wurde 3-fädig versponnen. Das Naturweiß hat einen sehr harmonischen und warmen cremefarbenen Ton. Natürlich ist das Garn auch pflanzengefärbt erhältlich. Es hat eine Stricknadelstärke von ca. 4,5-5,5 Lauflänge 120m/100g.

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„Animal Spirit“ naturgrau meliert

Wie gut es den Schafen bei „Animal Spirit“ geht sieht man an der Qualität ihrer Wolle. Da beim Scheren die einzelnen Wollqualitäten nicht getrennt wurden handelt es sich hier um eine Mischwolle. Durch die Mischung von nicht nur Qualitäten sondern auch der verschieden Farbschattierungen der Schafe ergibt sich dieses wunderschöne melierte Grau. Stricknadelstärke 4 – 5 Lauflänge ca. 160 m/100 g

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Merinolandschafwolle

Das in Österreich gehaltene Merinolandschaf ist eine Fleischschafrasse, allerdings wird bei der Zucht durchaus auch auf die Wollqualität großen Wert gelegt. Ihre Wolle erreicht zwar nicht die Feinheit ihrer australischen Artverwandten, ist aber dennoch kuschelig weich im Vergleich zu anderen heimischen Rassen. Dafür bleiben unserem Merinolandschafen die angezüchteten Hautfalten (welche bei der Schur große Verletzungen abbekommen können) und Probleme der Überzüchtung und vor allem das grausame mulesing erspart. Ihr cremefarbenes Fell hat einen überdurchschnittlichen Lanolingehalt und eine Stappellänge von etwa 5 cm. Als Wollgarn ist es sowohl 2-fädig mit einer Stricknadelstärke von 3 – 4 (200m/100g) als auch 3-fädig mit einer Stricknadelstärke von 5 – 6 (122m/100g) in naturcreme oder pflanzengefärbt erhältlich. Die 2-fädige Qualität ist luftiger ausgesponnen und deshalb etwas weicher als die 3-fädige Wolle.

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Braune Bergschafwolle

Das braune Bergschaf zählt zu den bedrohten Haustierrassen. Die Farbe ihres Felles, ein helles Kaffeebraun, ist ganz speziell und in der Natur selten zu finden. Aufgrund der kurzen Faserlänge wurde das Garn dünn ausgesponnen um einen stabileren Faden zu erlangen. Es ist 2-fädig verzwirnt. Es hat eine Stricknadelstärke von 2,5 – 3 mit einer Lauflänge von ca. 247 m/100 g. Die „Lieferanten“ der Wolle leben artgerecht in Krumbach.

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Mittermühl Melange naturgrau

Da auf unserem Biohof Mittermühl viele verschiedene Schafe leben (und nur wenige gleicher Rasse) wurde heuer ihre Wolle nicht nach Rasse und Farbe getrennt verarbeitet sondern gemischt. Heraus gekommen ist diese wunderschöne naturfarbene „Melange“. Die Mischung der Farben nach dem Zufallsprinzip ergibt eine großartige Melierung von Grautönen die teilweise auch ins Braun gehen. Die durchschnittliche Stappellänge liegt bei 8 bis 10 cm. Es ist als Kardenband und im Vlies erhältlich.

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Merinolandschaf

Das in Österreich gehaltene Merinolandschaf ist eine Fleischschafrasse, allerdings wird bei der Zucht durchaus auch auf die Wollqualität großen Wert gelegt. Ihre Wolle erreicht zwar nicht die Feinheit ihrer australischen Artverwandten, ist aber dennoch kuschelig weich im Vergleich zu anderen heimischen Rassen. Dafür bleiben unserem Merinolandschafen die angezüchteten Hautfalten (welche bei der Schur große Verletzungen abbekommen können) und Probleme der Überzüchtung und vor allem das grausame mulesing erspart. Die Stapellänge ist ca. 4-5 cm. Die Merinolandschafwolle ist naturfarben im Kardenband und pflanzengefärbt als Vlies erhältlich.

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Braunes Bergschaf

Das Braune Bergschaf zählt zu den bedrohten Haustierrassen. Das Kaffeebraun ihres Felles ist ein ganz besonderer Ton und selten in der Natur zu finden. Die Stapellänge liegt mit 4 bis 5 cm eher im kurzen Bereich. Daher ist es eher für dünne Garne geeignet. Auch wenn Bergschaf eher zu den mittelgroben Qualitäten gehört ist diese weicher. Die Braune Bergschafherde die dieses Wollvlies liefert lebt artgerecht in Krumbach. Die Braune Bergschafwolle ist im Kardenband erhältlich.

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polnische Merino im Kammzug

Das polnische Merinoschaf wurde Ende des 18. Jahrhunderts ursprünglich aus Spanien nach Polen eingeführt. Später wurden in Hinsicht auf einer traditionellen bäuerlichen Mehrzwecknutzung noch andere Rassen, vor allem zwischen 1918 und 1939 auf Grundlage der englischen Longwool Schafen, eingekreuzt. Lange Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis 1989 war in den Osteuropäischen Ländern die Schafzucht auf Wollproduktion orientiert. Nach dem Wechsel zur Marktwirtschaft nahm die Anzahl an Schafen in Polen stark ab. Grund dafür war, dass für die Wolle kein Preis mehr erzielt werden konnte. Mit dem Vertrieb dieser Wolle mit einer vielfältigem Farbpalette möchte die Firma Kromski polnische Schafbauern und die Arterhaltung dieser Rasse unterstützen. Wenn auch konventionell hergestellt und gefärbt ist dies doch eine Förderung von kleiner regionaler europäischer Landwirtschaft und Produkte. An Feinheit kommen die polnischen Merinos mit 28 Micron an ihre australischen Verwandten freilich nicht heran sind aber garantiert mulesingfrei! Die durchschnittliche Faserlänge liegt bei ca. 8-10 cm.