In langer Tradition schon wird im Waldviertel Flachs angebaut und verarbeitet. In einer dörflichen textilen Hausindustrie im sogenannten „Verlagswesen“ (Verleger verteilten in ländlichen Regionen die Rohstoffe und holten die fertigen Produkte wieder ab) wurden Garne und Gewebe hergestellt. Mit der Erfindung der ersten Spinn- und Webmaschinen nahm diese wichtige Einkommensquelle für die Bauern ein abruptes  Ende und ganze Landstriche verarmten. Im Waldviertel entwickelten sich jedoch mit der Zeit viele kleine Webereien die sich vor allem der Verarbeitung des in der Region angebauten Flachses widmeten. Viele dieser Betriebe mussten aber unter dem zunehmenden Druck der Massenproduktion aufgeben. Heute findet man nur mehr wenige ambitionierte  kleine Familienbetriebe, die Rohstoffe stammen aber oft nicht einmal mehr aus Österreich.   
Gruppe20Leinen
Leinen20grob
Leinen20Rhombus
Leinengarn
Der Weber dieser Leinenstoffe war einer der letzten der im Waldviertel der auf seinem eigenem Hof Flachs angebaut hat und dies nach biologischen Grundsätzen! Er baute mit viel Liebe eine kleine Weberei auf um Leinenstoffe mit alten traditionellen Bindungen her zu stellen. Letztendlich wurde leider auch ihm der Druck zu hoch, vor wenigen Jahren gab er sowohl den  Anbau des Flachses als auch die Weberei auf, die im Webshop angebotenen Leinenstoffe sind die Letzten seiner Produktion. Als besonderes Qualitätsmerkmal kann man ihre Weiche nennen. Sie wurden öfters gewaschen wodurch sie wunderbar weich im Griff sind – ganz anders als die sonst im Handel erhältliche Massenware. Interessant für Handweber ist auch das Leinengarn – es ist wohl der letzte echte „Waldviertler Flachs“!